pedemontanum

Mitteilungsblatt der AG Odonatenfauna
 Sachsen-Anhalt der
Entomologen-Vereinigung Sachsen-Anhalt e.V.
(EVSA)

Nr. 3  - März 1999  - Magdeburg

Herausgeber: Entomologen-Vereinigung Sachsen-Anhalt e.V.
Redaktion:
, Frankefelde 3, 39116 Magdeburg

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Vorübergehend folgt hier noch die alte Fassung:

 

Editorial

Die inzwischen mögliche (s. Zusammenstellung in "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt" 35, Heft 2/1998: 38-58) kritische Durchsicht so mancher Pflege- und Entwicklungspläne (PEP), Schutzwürdigkeitsgutachten (SWG), Umwelt-verträglichkeitsstudien (UVS) u. a. Pläne ergab eine sehr unterschiedliche Qualität in der Erfassung und Darstellung der einzelnen Tier-gruppen, insbesondere bei den Insekten. Sehr oft ist festzustellen, daß sich die Bearbeiter (meist "auswärtige") nicht mit der Landesfauna befassen, somit den vorhandenen Kenntnisstand an Hand aktueller Veröffentlichungen nicht berücksichtigen und mangels ausreichenden Sachverstands nicht bemerken, daß die eine oder andere vermeintlich festgestellte Art hier nicht vorkommen kann oder die Bedeutung des Fundes unzureichend würdigen. - Neben eigenen Erfahrungen kritisieren und bemängeln Graser & Schnitter (1998) und Hennig (s. Beitrag zur Odonatenfauna Lkr. WB) diesen Mißstand beim Erstellen von Regional-Faunen.
Es erscheint deshalb notwendig, hier durch Spezialisten-Begutachtungen Fehler aufzudecken. Zukünftig sollten Untersuchungen ohne Berücksichtigung der Landesfauna-Literatur und ohne Beweislegung zweifelhafter Funde vom Auftraggeber nicht mehr akzeptiert werden.
Zu bemängeln ist auch oftmals, daß die inzwischen seit 1992 gültige und "bereinigte" systematische Liste von Jödicke noch nicht von allen Autoren berücksichtigt wird, womit der jeweilige Sachverstand abermals deutlich wird. Das bedeutet z. B., daß nunmehr Chalcolestes
als Untergattungsname aufgefaßt wird und die heimische Art Lestes viridis heißt. Obwohl die Zuordnung von isosceles zur Gattung Aeshna ebenso unbefriedigend ist wie zur Gattung Anaciaeschna, sollte die Art als Aeshna isoceles bezeichnet werden.
Außerdem ist jedem Odonatologen zu raten, zumindest "Libellula", die Zeitschrift der Gesellschaft deutschsprachiger Odanatologen (GdO) e.V., und "Hagenia" bzw. neuerdings "Libellennachrichten", das Mitteilungsblatt der GdO, regelmäßig zu lesen, um fachlich auf dem Laufenden zu sein. - Dies gilt ebenso für die übrige aktuelle Literatur ...
Graser, K. & P. H. Schnitter (1998): Bibliographie der Literatur zur Käferfauna Sachsen-Anhalts und angrenzender Gebiete, besonders des Harzes. - Entomol. Mitt. Sachen-Anhalt 6(1/2): 3-56.
Jödicke, R. (1992): Die Libellen Deutschlands - Eine Systematische Liste mit Hinweisen auf aktuelle nomenklatorische Probleme. - Libellula 11 (3/4): 89-112.
JoMü
.

MITTEILUNGEN

Zur Odonatenfauna des Landkreises Wittenberg
Ralf HENNIG, Neustr. 10 a, 06886 Wittenberg-Lutherstadt

Im Gedenken an Dr. Jakobs, der sich mit großem Engagement für den Schutz der einheimischen Odonaten-Fauna einsetzte, möchte ich seine begonnene Arbeit fortführen.
Im Jahr 1992 erfolgte bereits durch JAKOBS eine Veröffentlichung zur Libellenfauna des Landkreises Wittenberg. Da Dr. Jakobs als ausgesprochen guter Kenner aller Gewässer und Örtlichkeiten des Landkreises und als sehr gewissenhaft arbeitender Entomologe bekannt war, schien es, als wäre dem damaligen Kenntnisstand nichts mehr hinzuzufügen.
 Er selbst schrieb, daß mit dem Auftreten weiterer Arten kaum zu rechnen ist. - Doch Natur und Gesellschaft sind dynamisch ...
Durch eine Gebietsreform vergrößerte sich der auf den Landkreis bezogene Untersuchungsraum. Teile der ehemaligen Landkreise Jessen u. Gräfenhainichen kamen zum Landkreis Wittenberg hinzu. Somit liegt nun der für die Odonatenfauna hoch interessante Bergwitzsee im Untersuchungsgebiet. Die untere Schwarze Elster, welche zwar bisher nur sporadisch begangen wurde, läßt ebenfalls noch interessante Arten erwarten.
Die Wassergüte der Elbe besserte sich schneller, als wir es erwarteten. Somit wird nun auch das größte Gewässer des Gebietes von anspruchsvollen Arten als Lebensraum genutzt. Einschließlich der Retentionsflächen, ist der Auenbereich zu einem hochwertigen Lebensraum für Libellen geworden.
Dr. Jakobs fand nach Skriptlegung (JAKOBS 1992) selbst noch weitere Arten, die nicht mehr berücksichtigt werden konnten. Somit war bereits bei der Veröffentlichung seiner Arbeit der Stand nicht mehr aktuell. Bemerkenswert war auch eine Einsicht seiner Beobachtungskartei, die mir dankenswerterweise durch Volker Jakobs gestattet wurde. Hierbei kamen interessante Arten zum Vorschein, die scheinbar durch eine nur flüchtige Beobachtung oder sonstige widrige Umstände von ihm nachträglich als unsicher eingestuft wurden und in seiner letzten Veröffentlichung (JAKOBS 1992) keine Berücksichtigung mehr fanden. Hierzu gehören Aeshna isosceles und Sympetrum depressiusculum. An den beschriebenen Fundorten existieren auch potentielle Lebensräume, bis diese Arten aber sicher bestätigt werden können, müssen sie kritisch betrachtet werden. Dennoch sollen sie hier Erwähnung finden und zu gezielter Erfassung anregen, zumal ein Fund von S. depressiusculum sw Bad Schmiedeberg veröffentlicht wurde (JAKOBS 1987) und in die Faunenliste bei der "Rote Liste-Korrektur" bereits aufgenommen wurde (MÜLLER 1994).
Eine weitere wertvolle Quelle stellten die Nachweise von interessierten Naturfreunden und deren Einzelbeobachtungen dar. Hier liegt eine zweite Beobachtung von A. isosceles aus einer Makrozoobenthos-Untersuchung vor. Ein Imago konnte aus dem betreffenden Gebiet noch nicht bestätigt werden. Ebenfalls durch eine derartige Gewässeruntersuchung für ein Schutzwürdigkeitsgutachten zum "Fliethbachtal" wurde sogar Cordulegaster bidentata gemeldet, ohne allerdings die Landesfauna-Kenntnis zu berücksichtigen (!). Da diese Art nicht ernsthaft im Untersuchungsgebiet zu erwarten ist, findet sie keinen Eingang in der vorliegenden Regional-Fauna.
Auch die vorliegenden PEP zu Schutzgebieten enthalten vereinzelt in ihrem Untersuchungs-spektrum die Libellen. Auch hier enthaltene Angaben sind besonders kritisch zu hinterfragen. So wurde zum Beispiel Onychogomphus forcipatus, wiederum aus einer Makrozoobenthos-Untersuchungen, eingearbeitet, welche keinen Bezug zur Landesfauna erkennbar werden läßt! Deutlich wird hierdurch, daß gerade die Larvenbestimmung scheinbar größere Schwierigkeiten bereitet und derartige Ergebnisse nicht vorbehaltlos übernommen werden sollten.
Weiterhin zu beanstanden ist, daß offensichtlich oberflächlich mit Artenlisten hantiert wird. So wurde in einem PEP mit Bezug auf Angaben von Dr. Jakobs Aeshna viridis eingearbeitet. Da aber weder in der Beobachtungskartei von ihm diese Art geführt wurde, noch im entsprechenden Gebiet die Krebsschere (Stratiotes aloides) vorkommt, muß diese Angabe als Irrtum gewertet werden.

Ein Überblick über die derzeitige Libellen-Fauna sieht wie folgt aus (Nomenklatur und Systematik nach JÖDICKE 1992).

Bemerkungen zur folgenden Tabelle:
Landschaften: Dh - Dübener Heide, El - Elbaue, Fl - Fläming, SF - Schweinitzer Fließ und nördliches Einzugsgebiet. - Biotope: Gew - Gewässer, Klgew - Kleingewässer, Flgew - Fließgewässer, Flgewsyst - Fließgewässersystem. - Häufigkeit: h - häufig, r - regelmäßig, v - verbreitet, z - zerstreut, e - einzeln, s - selten. - Bearbeiter/Quellen: GFL - Umweltbüro Thüringen, HC - Helmholt Consulting, Hen - Hennig, Jak - Jakobs, Lüd - Lüderitz (unveröff.), M&D - Möller & Darmer, Mü - Müller, MüS - Müller & Steglich, LPR - Landschaftsplanung Dr. Reichhoff, SLP - Simon Landschaftsplanung, TRI - Triops, UBS - Umweltbiologische Studien. - Bei gemeinen Arten wurde auf eine Auflistung aller Bearbeiter und Quellen verzichtet.

Nr.

Wiss. Artname

Vorkommen

Bearbeiter / Quelle

1

Calopteryx splendens

Dh: Flgew allg., Fl u El: z, SF: h.

Jak(92), Jak in TRI(95), GFL(95), TRI(96), Hen(unveröff.), Hen in SLP(97), SLP(98), HC(94), TRI(95a), UBS(98), LPR(95, 95a), MüS(99)

2

Calopteryx virgo

Dh: 1Flgewsyst v, SF: e.

Jak(92), Jak in TRI(95), GFL(95), LPR(95a), MüS(99)

3

Sympecma fusca

Fl, El, Dh: r, SF: z

 

4

Lestes barbarus

Fl: 18, El: 4, Dh: 4

Jak(92), Jak in TRI(95), GFL(95)

5

Lestes dryas

Fl: 10Klgew, El: 1Gew, Dh: 3Klgew

Jak(92), Jak in TRI(95, 96), Hen (unveröff), Hen in SLP(97, 98), UBS(98);

6

Lestes sponsa

Fl, El, Dh: r, SF: z

 

7

Lestes virens

Dh u Fl: r - h, El: s

Jak(92), Jak in TRI(95, 96), GFL(95, 96), Hen (unveröff), Hen in SLP(97, 98) TRI(95a), UBS (98)

8

Lestes viridis

Fl, El, Dh: r, SF: z

 

9

Platycnemis pennipes

El: v, Fl u Dh s, SF: h

LPR(95a), MüS(99)

10

Pyrrhosoma nymphyla

Fl u Dh: h, El: e, SF: z

 

11

Coenagrion hastulatum

Fl: 6 ; Dh: 12Klgew, z - h;

Jak(92), Jak in TRI(95, 96), GFL(95), Hen inSLP(98)

12

Coenagrion lunulatum

Fl: 4Klgew e, Dh: 1Gew

Jak(92), Jak(unveröff)

13

Coenagrion puella

Fl, El, Dh: h, SF: h

 

14

Coenagrion pulchellum

Fl, El, Dh: z, SF: z

 

15

Erythromma najas

El: h, Dh: e, SF: z

 

16

Erythromma viridulum

Fl: 3Klgew s, El:2Gew v

Jak(92), Jak in LPR(93), Hen(unveröff)

17

Ischnura elegans

Fl, El, Dh: r, SF: h

 

18

Ischnura pumilio

Fl u Dh: z, El: s

Jak(92), Jak in TRI(95, 96), GFL(95)

19

Enallagma cyathigerum

Fl, El, Dh: h, SF: e

 

 

 

 

 

20

Gomphus flavipes

El: 3Exv

Hen(unveröff), Hen in M&D(98)

21

Gomphus vulgatissimus

Dh: 1Flgewsyst e, El: 2Exv

Jak(92), Jak in TRI(95), Hen in M&D(98),

22

Ophiogomphus cecilia

Dh: 1Flgewsyst e, El: 8Exv

Jak(92), Jak in TRI(95), Hen in M&D(98)

23

Brachytron pratense

Fl: 2Gew, Dh: 6Gew, SF: e

 

24

Aeshna affinis

El: e, SF: e

Jak (unveröff), Hen in M&D(98), LPR(95a), Mü(95), MüS(99)

25

Aeshna cyanae

Fl, El, Dh: h, SF: z

 

26

Aeshna grandis

Fl, El, Dh: v, SF: z

 

27

Aeshna isosceles

Dh: 1Gew 1Ind, El: 1Gew

Jak(unveröff), Jak in GFL(95), Lüd(98)

28

Aeshna juncae

Dh: 9Gew

Jak (1992), Jak in TRI(95), GFL(95), Hen in SLP(98), UBS(98)

29

Aeshna mixta

Fl, El, Dh: h, SF: z

 

30

Aeshna viridis

El: 2Gew

HC(95), Lüd(98)

31

Anax imperator

Fl, El, Dh: r - h, SF: z

 

32

Anax parthenope

Fl: 2Gew, El: 1Gew

Jak(unveröff), Hen(unveröff)

33

Cordulegaster boltonii

Dh: 4Flgewsyst r

Jak(92), Jak in TRI(95), GFL(95), Hen in SLP(98)

34

Cordulia aenea

Fl, El, Dh: r

 

35

S. flavomaculata

FL: 1Gew, Dh: 1Gew 1Ex.

Jak(92), Jak in GFL(95)

36

Somatochlora metallica

Fl, El, Dh: r, SF: z

 

37

Libellula depressa

Fl, El, Dh: h

 

38

L. quadrimaculata

Fl, El, Dh: h, SF: z

 

39

Orthetrum cancellatum

Fl u Dh: h, El: e, SF: e

 

40

Orthetrum coerulescens

Fl: 2Gew, Dh: 5Klgew/1Gew, SF: e

Jak(92), Jak in TRI(95), GFL(95, 96), Hen in SLP(97), LPR(95), MüS(99)

41

Sympetrum danae

Fl u Dh: h h., El: e

 

42

S. depressiusculum

Dh: 1Klgew

Jak(87), Mü(94)

43

Sympetrum flaveolum

Fl: h., El u Dh: r, SF: z

 

44

Sympetrum pedemontanum

Fl, El, Dh: r, z.T. h, SF: h

Jak(92), Jak in TRI(95, 96), GFL(95; 96), M&D(96), Hen in SLP(97, 98), UBS(98), Lüd(98), LPR(95a), MüS(99)

45

Sympetrum sanguineum

Fl, El, Dh: h, SF: h.

 

46

Sympetrum striolatum

Fl: 3Klgew, Dh: 2Klgew/1Gew

Jak(92), Jak in TRI(95, 96), UBS(98)

47

Sympetrum vulgatum

Fl, El, Dh: h, SF: h

 

48

Leucorrhinia albifrons

Dh: 1Gew., El: 1Gew. ?

Jak(unveröff); Lüd(98)

49

Leucorrhinia dubia

Fl: 2Klgew., Dh: 13Klgew

Jak(92), Jak(unveröff), Jak in TRI(95), GFL(95)

50

Leuccorhinia pectoralis

Fl: 3Klgew

Jak(92), Jak in TRI(96)

51

Leucorrhinia rubicunda

Fl: 1 Klgew, Dh: 3 Klgew

Jak(unveröff), Jak in TRI(95, 96), GFL(95)

Konnten bis zum Jahr 1992 bereits 43 Libellenarten im Landkreis nachgewiesen werden, so hat sich die Anzahl bis 1998 auf 51 erhöht. Somit leben nunmehr 64 % der in Deutschland, bzw. 80 % der im Land Sachsen Anhalt nachgewiesenen Arten im Untersuchungsgebiet. Wird das Arteninventar eines Untersuchungs-raumes als Spiegelbild der naturräumlichen Ausstattung gewertet, so spricht die Odonatenfauna des Landkreises Wittenberg für einen Reichtum an hochwertigen Lebensräumen. BERG et al . (1988) geben allein für den Bereich der Dübener Heide und des Flämings 160 Kleingewässer an. Eine systematische Erfassung der Gewässer für den Bereich der Elbaue und den ”neuen” Gebietsteilen ist noch nicht abgeschlossen. Eine Vorstellung kann aus ZUPPKE (1987) gewonnen werden, der für den Altkreis über 80 Gewässer angibt, die fischwirtschaftlich oder vom DAV genutzt werden. Diese liegen überwiegend in der Elbaue und stellen dort die größeren Gewässer dar. Die Zahl der Kleingewässer dürfte noch größer sein.
Ein Überblick über die Gewässertypen und deren Artenspektrum, wie teilweise bereits JAKOBS (1992 ) darlegte, gestaltet sich wie folgt:

Naturnahe Bachläufe in der Dübener Heide: Besonders wertvoll ist der vorhandene Strukturreichtum: strömende Bereiche, ruhige Buchten, kiesige, sandige und detritusreiche Abschnitte, sonnige und beschattete Bereiche, vegetationsreiche und vegetationsarme Abschnitte. Problematisch kann sich hier in Zukunft der zum Teil starke Abfall des pH-Wertes auswirken. Die Bachsysteme im Fläming sind stärker ausgebaut und durch Landwirtschaft und Siedlung höher belastet, ihnen fehlt ein typisches Fließgewässer -Artenspektrum. Typische Arten: Calopteryx spendens, C. virgo, Gomphus vulgatissimus, Ophiogomphus cecilia, Cordulegaster boltoni

Gräben mit langsamfließendem, sommerwarmen Wasser, reiche submerse Vegetation, Bach-Röhrichte, zahlreiche Stauhaltungen. Typisch: Sympetrum pedemontanum

Große Fließgewässer (Elbe): positiv hat sich die Verbesserung der Wasserqualität ausgewirkt. Buhnenfelder mit Kies- und Sandbänken sowie Steinschüttungen herrschen vor. Sauerstoffzehrende Schlammablagerungen sind weitestgehend verschwunden. Typische Arten:
Gomphus vulgatissimus, Gomphus (Stylurus) flavipes, Ophiogomphus cecilia

Altwässer der Aue: sehr abwechslungsreiche Ausbildungen, vegetationsarme sandig-kiesige Gewässer mit Pioniercharakter und Artenspektrum der Kiesgruben sowie typische nährstoffreiche (schlammig-trübe) Gewässer mit reicher Vegetationzonierung. Typische Arten:
Erythromma najas, E.viridulum, Aeshna viridis

Seen der Braunkohlentagebau-Folgelandschaft (z.B. Bergwitzsee): mesotrophe Verhältnisse bei ganzjährig guter Sauerstoffversorgung. Nachgewiesene Art:
Leucorrhinia albifrons

Moorig-saure Kleingewässer in der Dübener Heide und im Vorfläming mit submerser Vegetation aus Torfmoosen, Ufervegetation aus Wollgräsern. Besonders im Vorfläming ist nach umfangreichen Stilllegungen landwirt-schaftlicher Flächen ein Rückgang der Eutrophierung zu erwarten. Typische Arten:
Lestes virens, Coenagrion hastulatum, Aeshna juncea, Sympetrum danae, Leucorrhinia dubia, L. pectoralis, L. rubicunda

Weiher mit ausgeprägter Ufervegetation: Der allgemeine Grundwasserschwund läßt derartige Gewässer immer regelmäßiger im Sommerhalbjahr trocken fallen, daher zunehmender Wandel im Artenspektrum zu Gemeinschaften der temporären Gewässer. Nachgewiesene Art:
Coenagrion lunulatum

Temporäre Sölle (Tümpel) im Vorfläming: Submerse Vegetation fehlt, Röhrichte und Staudenfluren mit Wasser-Pferdesaat (Oenanthe aquatica) und Wasser-Sumpfkresse (Rorippa amphibia). Im ehemals agrarisch genutzten Raum ist ebenfalls im Zuge von Flächenstilllegungen eine Verringerung der Nährstoffsituation zu erwarten. Typische Arten:
 Lestes dryas, L. barbarus, Ischnura pumilio, Sympetrum flaveolum

Retentionsflächen in der Aue: Interessant erscheint hier die zeitliche Teilung eines Lebensraumes der eher thermophilen, mediterranen Aeshna affinis (MÜLLER 1995, 1996) mit dem kaltstenothermen Kleinkrebs Lepidurus apus (ZUPPKE & HENNIG 1993). Typischer Neusiedler:
Aeshna affinis

Kiesgrubengewässer: Durch die verstärkte Tätigkeit in der Baubranche entstanden in den letzten Jahren reichlich neue Kies- und Sandgruben mit Sohlgewässern. Diese Entwicklung, die für viele weitere Tiergruppen, nicht zuletzt auch Vertretern der Odonaten, ein Verlust an Lebensraum bedeutet, ist für einige Pionierarten unter ihnen allerdings ein Gewinn. Ausprägung: vegetationsfrei, teilweise frühe Sukzessionsstadien, leicht erwärmte Flachwasserbereiche, geringe Saprobie-Stufe, oligo- bis leicht mesotroph, ganzjährig sauerstoffreich. Typische Arten:
Ischnura pumilio, Anax imperator, Libellula depressa, Orthetrum cancellatum

Daneben existieren eine große Anzahl weiterer Gewässer im Landkreis, die alle einen mehr oder weniger stark eutrophen Charakter besitzen. In den unterschiedlichsten Ausprägungen, im Siedlungsbereich vom häuslichen Gartenteich bis zum Dorf- oder Feuerlöschteich und in der freien Landschaft vom naturnahen Altwasser bis zum schattigen Waldweiher, bieten sie dennoch dem überwiegenden Teil euryöker Arten, Lebensraum. Selbst ein erst vor zwei Jahren rückgebautes Freibad in ein Naturbad wurde in der Badesaison mit Hochbetrieb an Gästen intensiv von Libellen, überwiegend von Arten mit Pioniercharakter, beflogen. Eine Zuordnung dieser Arten erscheint auf Grund ihrer nach DONATH (1987) mehr oder weniger euryöken Lebensweise wenig sinnvoll. Sie kommen überwiegend in allen 3 Naturräumen und an einer Vielzahl von Gewässertypen vor.
Neben den in der Literatur wiederholt publizierten Gefährdungsursachen, die zum großen Teil auch im Untersuchungsgebiet die Libellen-Fauna negativ beeinflussen, kommt mit Sicherheit dem Angeln eine hohe Bedeutung zu. Fast alle nicht vom DAV genutzten kleinen und kleinsten Gewässer, so die Sölle und Bachstauteiche, werden dennoch regelmäßig, wahrscheinlich in privater Initiative, mit Fischen besetzt. Oft wird dies erst bei der sommerlichen Trockenheit bekannt oder wenn an scheinbar fischfreien Gewässern Angelplätze eingerichtet werden. Wiederholt wurden aus derartigen ”fischfreien” Gewässern größere Mengen Zwergwelse (Ictalurus nebulosus) gemeldet (ZUPPKE 1987, BERG et al. 1988), die als besonders gefräßige Fremdlinge mit Sicherheit einen erheblichen Einfluß auf die natürliche Fauna eines Gewässers ausüben.
Mit den Worten Dr. Jakobs, die Bestandesentwicklung der Libellenfauna wird weiter verfolgt, möchte ich den Überblick über den derzeitigen Kenntnissstand beenden. Eine meiner Hauptaufgaben soll es in den nächsten Jahre sein, den ”neuen” Gebietsteilen eine größere Aufmerksamkeit zu widmen.

Red.-Anmerkung: Eine noch unveröffentlichte Unter-suchung vom Schweinitzer Fließ (MÜLLER & STEGLICH 1999) aus dem Jahre 1995 wurde in die vom Autor vorgelegte Tabelle bereits eingearbeitet.

Literatur:

BERG, J., JAKOBS, W. & SACHER, P. (1988): Lurche und Kriechtiere im Kreis Wittenberg. - Schriftenreihe Mus. f. Natur- u. Völkerkunde Wittenberg (1988): 4.
DONATH, H. (1987): Vorschlag für ein Libellen-Indikatorsystem auf ökologischer Grundlage am Beispiel der Odonaten-Fauna der Niederlausitz. - Ent. Nachr. Ber. 31(5): 213-217.
JAKOBS, W. (1987): Ergänzung zur Libellenfauna der Dübener Heide. - Ent. Nachr. Ber. 31(2): 90.
JAKOBS, W. (1992): Die derzeitige Libellenfauna im Landkreis Wittenberg und Empfehlungen zu ihrem Schutz. - Naturschutz im Land Sachsen Anhalt 29(2): 25-30.
JÖDICKE, R. (1992): Die Libellen Deutschlands - Eine Systematische Liste mit Hinweisen auf aktuelle nomenklatorische Probleme. - Libellula 11(3/4): 89-112.
MÜLLER, J. (1994): Die Libellenfauna (Odonata) und deren Gefährdungsstatus im Land Sachsen-Anhalt (”Rote Liste-Korrektur”). - Mitteilungsblatt der EVSA e.V. 2(2): 39-52.
MÜLLER, J. (1995): Vorläufige Mitteilung zum Vorkommen der Südlichen Mosaikjungfer Aeshna affinis im Jahre 1995 in Sachsen Anhalt. - Ent. Mitt. Sachsen Anhalt 3 (1/2): 21-22.
MÜLLER, J. (1996): Fortschreibung der Roten Listen, dargestellt am Beispiel der Kenntniss- und Bestandesentwicklung der Libellenfauna Sachsen Anhalts. - Ber. d. Landesamtes f. Umweltschutz Sachsen Anhalt (1996), Heft 21.
MÜLLER, J. & R. STEGLICH (1999): Zur Libellenfauna (Odonata) des Schweinitzer Fließ und seines nördlichen Einzugsbereiches im Landkreis Wittenberg. - Entomol. Mitt. Sachsen-Anhalt 7(2): im Druck.
Zuppke, U. (1987): Fische im Kreis Wittenberg. - Schriftenreihe Mus. f. Natur- und Völkerkunde Wittenberg (1987):
ZUPPKE, U. & HENNIG, R. (1993): Der Schuppenschwanz Lepidurus apus im Mittelelbegebiet. - Naturschutz im Land Sachsen Anhalt 30: 48-49.

Pflege- und Entwicklungspläne / sonstige Quellen:

GFL Umweltbüro Thüringen (1995): Pflege- und Entwicklungskonzeption für den Landschaftsausschnitt ”Lausiger Teiche” innerhalb des LSG ”Dübener Heide”.
GFL Umweltbüro Thüringen (1996): Pflege- und Entwicklungsplan für das geplante NSG ”Runtzwitzer Wiesen” (Landkreis Wittenberg).
Helmolt Consulting (1994): Pflege- und Entwicklungsplan des NSG ”Riß” bei Kleindröben (Landkreis Wittenberg).
Helmolt Consulting (1995): Schutzwürdigkeitsgutachten für das NSG ”Schwarze Elster-Kuhlache”.
Lüderitz, V. (1998): Makrozoobenthosanalyse des Crassensees, (unveröffentlicht, FH Magdeburg).
Möller & Darmer (1996): Schutzwürdigkeitsgutachten mit Angaben zur Pflege und Entwicklung 1997-2001 für das geplante NSG ”Küchenholzgraben”.
Möller & Darmer (1998): Pflege- und Entwicklungsplan für das NSG ”Großer Streng” bei Wartenburg (Landkreis Wittenberg). Unveröff. Zwischenbericht.
Landschaftsplanung Dr. Reichhoff (1993): Pflege- und Entwicklungsplan für den Park Hemsendorf (Landkreis Jessen).
Landschaftsplanung Dr. Reichhoff (1995): Studie zur Analyse und Bewertung der Schutzgüter sowie Pflege und Entwicklung des NSG ”Untere Schwarze Elster” (Landkreis Wittenberg).
Landschaftsplang. Dr. Reichhoff (1995a): Umweltverträglichkeitsstudie Kiesgewinnung Dixförda II.
Simon Landschaftsplanung (1997): Landschaftsplan der Gemeinde Elster, Landkreis Wittenberg.
Simon Landschaftsplanung (1998): Pflege- und Entwicklungsplan: Schutzwürdigkeitsgutachten für das einstweilig gesicherte NSG ”Hammerbachtal”. Landkreis Wittenberg.
Triops (1995): Pflege- und Entwicklungsplan: Schutzwürdigkeitsgutachten für das geplante NSG ”Fliethbachtal” (Landkreis Wittenberg).
Triops (1995a): Pflege- und Entwicklungsplan: Schutzwürdigkeitsgutachten für das einstweilig gesicherte NSG ”Alte Elster und Rohrbornwiesen” bei Premsendorf (Landkreis Wittenberg).
Triops (1996): Pflege- und Entwicklungsplan: Schutzwürdigkeitsgutachten für das einstweilig gesicherte NSG ”Friedenthaler Grund” (Landkreis Wittenberg).
Ubs (Umweltbiologische Studien) (1998): Pflege- und Entwicklungsplan für das bestehende und geplante NSG ”Jörsig” (Kreis Wittenberg).

Die Vogel-Azurjungfer (Coenagrion ornatum)
im Grenzraum von Sachsen-Anhalt und Thüringen
Lothar Buttstedt, Ziegeleistraße 26, 06536 Roßla
Dr. Wolfgang Zimmermann, von-Hoff-Straße 31, 99867 Gotha

1. Einleitung
Die Vogel-Azurjungfer ist eine bevorzugt pontomediterran verbreitete Kleinlibelle, die in Deutschland, mit Ausnahme Bayerns, nur sehr seiten, meist vereinzelt oder in kleinsten Populationen nachgewiesen wurde (Schorr 1990). Bayern scheint den Verbreitungs-schwerpunkt zu bilden (Burbach et al. 1996). Einer von uns (L.B.) fand sie 1995 während faunistischer Untersuchungen an den Gräben 1, 6 und 16 südlich des Dorfes Wallhausen. Davon erfuhr der zweite Autor dieses Beitrages (W.Z.) beiläufig über Herrn Dipl.-Biol W. Schulze, Sangerhausen, allerdings erst 1997. Er interessierte sich für den Fund vor allem wegen dessen Nähe zu Thüringen und weil die Art dort bisher hatte nicht belegt werden können. So verabredeten sich die Verfasser und W. Schulze am 30.05.1998, konnten den Fund von 1995 am Graben 1 bestätigen und setzten - durch den Erfolg ermutigt - die Suche an weiteren Gräben der Helme-Aue, sowohl auf sachsen-anhaltischer als auch thüringischer Seite fort.

2. Die bisherigen Fundpunkte
Tabelle 1 gibt eine Übersicht der bisher bekannten Fundpunkte. Außer den drei Lokalitäten aus dem Jahre 1995, kamen 1998 sieben weitere hinzu. Sie befinden sich alle in der Helme-Aue südlich von Sangerhausen, zwischen den Orten Wallhausen - Brücken im Westen und Artern - Kalbsrieth im Südosten. Neben der Helme durchströmen die Aue noch die Kleine Helme und Flutgräben. Hinzu kommen zahlreiche kleinere Entwäs-serungsgräben, die sich in ihrem Verlauf vordringlich an der Fließrichtung der größeren Gewässer orientieren. Das gesamte Gewäs-sersystem mündet mit der Helme unmittelbar südlich Kalbsrieth in die Unstrut.
Das Fundgebiet gehört, gemäß einer Kurzcharakteristik der Naturräume Thüringens (Hiekel 1994), einerseits zu 6. 1., Goldene Aue und andererseits zu 6.2., Helme-Unstrut-Niederung. In der überarbeiteten Landschafts-gliederung des Landes Sachsen-Anhalt (Oktober 1998) ist der uns interessierende Naturraum als 2.6. Helmeniederung (Goldene Aue) bezeichnet (Müller 1994, Funkel 1998).
Das Gebiet wird durch die Landesgrenze geteilt, sodaß einige der Fundpunkte im Landkreis Sangerhausen (Sachsen-Anhalt), andere im Kyffhäuserkreis (Thüringen) liegen. Die scheinbare Konzentration bei Wallhausen bzw. Artern ist wahrscheinlich dem noch sehr sporadischen Untersuchungsgrad, wohl aber auch dem schlechten Zustand der meisten Gräben (starke Vegetationsentwicklung, Sedimentation, verminderte Vorflut) zuzuschreiben.

3. Autökologische Notizen
Der Vogel-Azurjungfer wird in der Literatur eine Präferenz für ökoklimatisch bevorzugte, flache, verschlammte, langsam fließende, von Quell- oder Dränwasser beeinflußte, unbeschattete Wiesen-gräben mit teilweise wintergrüner sub- und emerser Vegetation bescheinigt. Typisch, wenngleich nicht obligatorisch, ist in ihrem Habitat das Vorkommen der Berle (Sium erectum) (Schorr 1990, Clausen 1991, 1995). C. ornatum wurde gemeinsam mit oder in Nachbarschaft von C. mercuriale angetroffen, die ähnliche Habitatansprüche zeigt (Bellmann, 1987, Burbach et al. 1996).
Unsere Fundpunkte passen gut in das bisher bekannte Bild. In allen 10 Fällen trat die Art kleinräumig auf. Es war mit ihr nur zu rechnen, wenn die ganz überwiegend mit Schilf-Röhricht (Phragmites australis) verwachsenen Gräben, davon offene Strecken aufwiesen, wo die Berle-Bachflur vorkam, ohne aber eine total geschlossene Vegetationsdecke zu bilden. In zwei Fällen wurde dieser Habitatcharakter durch eine Solschwelle bzw. Schotterschüttung begünstigt. Das Wasser war an den Fundpunkten überwiegend klar, flach und von geringer Strömung, der Grabengrund feinkiesig bis schlammig. In einem Falle schien das Gewässer deutlich eutrophiert und wurde teilweise von Lemna spec. besiedelt. Ein anderer Fundpunkt wies statt der Berlen-Bachflur lgelkolben-Röhricht (Sparganietum erecti) mit Resten des Schwanenblumen-Röhrichts (Butometum umbellati) auf. Alle Fundpunkte waren ohne jede Beschattung.

4. Artenspektrum und Abundanz
In Tabelle 2 wird ein Überblick davon gegeben, welche Arten an den einzelnen Fundpunkten gemeinsam und in welcher Häufigkeit registriert wurden. Wenn dies auch methodisch noch nicht mit der gewünschten Einheitlichkeit geschah, sind doch erste Indizien erkennbar. C. ornatum ist im Untersuchungsgebiet am ehesten dort zu erwarten, wo C. mercuriale und Calopteryx splendens eudominant auftreten. C. ornatum ist viel seltener als C. mercuriale, erreichte durchschnittlich nur etwa 8% der letzteren. Ischnura elegans kam ziemlich regelmäßig begleitend vor, während C. puella und C. pulchellum dort zunehmend auftraten, wo C. mercuriale und C. ornatum anscheinend ins Pessimum gerieten.

5. Wertung der Nachweise von Coenagrion ornatum
Die Vogel-Azurjungfer kommt außerhalb Deutschlands in Südosteuropa vor, ist aber nach Bellmann (1987) "anscheinend überall selten". Angesichts dessen wird sie, besonders bei gemeinsamem Auftreten mit der Helm-Azurjungfer, vermutlich leicht übersehen. Die allgemeine Seltenheit in Deutschland verleiht dem hier beschriebenen Vorkommen in der Helme-Aue große Bedeutung, zumal trotz gegenwärtig erst vorläufiger Kenntnis, mindestens 5 Meßtischblatt-Quadranten Fundpunkte aufweisen. Es könnte sich, wenngleich mit den bayerischen Ergebnissen nicht vergleichbar (Burbach et al. 1996), um das zweitgrößte Vorkommen Deutschlands, zumindest auf dieser geographischen Breite handeln.
Für Sachsen-Anhalt ist es, nach einem alten Fund in der Börde bei Magdeburg (Schwarzberg, 1965) und einem weiteren 1988 am Schollener See (Müller 1994) der dritte Nachweis. In Thühringen war C. ornatum bisher nicht bekannt. Die Art ist hier für die Landesfauna neu!

6. Gefährdung und Artenschutz
Sowohl nach der Roten Liste gefährdeter Tiere Deutschlands als auch der Roten Liste Sachsen-Anhalts ist die Vogel-Azurjungfer in Kategorie 1 als vom Aussterben bedroht eingestuft. Entsprechend muß sie auch in der Roten Liste Thüringens Aufnahme finden. Bereits aus der Seltenheit und der Beschränkung auf nur wenige Meter lange Grabenabschnitte resultiert die Anfälligkeit des entdeckten Vorkommens. An einem Teil der Fundpunkte scheint die Eutrophierung für C. ornatum gegenwärtig kritische Werte zu erreichen. Vor allem aber steht zu befürchten, daß die noch besiedelten Gewässerstrecken zuwachsen und damit für diese Libelle unbewohnbar werden. Daraus resultiert als wichtigste Artenhilfsmaßnahme die Grabenmahd, sowohl im Gewässer, als auch an den Böschungen. Nach Clausen (1995) sollte sie in der Zeit von Ende April bis Anfang Mai erfolgen, dann erst wieder ab Mitte August (Burbach et al. 1996). Kritisch muß die Grabenräumung gesehen werden. Sie sollte auf höchstens 50 bis 100 m lange Abschnitte beschränkt bleiben und höchstens aller vier Jahre erfolgen. Kleinräumigem Ausbaggern, ohne Sohleneintiefung, ist unbedingt der Vorrang zu geben! Wir verweisen auf weitergehende Hinweise bei Burbach et al. (1996).

Tab. 1: Coenagrion ornatum - Fundpunkt-Übersicht 1995 und 1998.
(Nr.: ST - Sachsen-Anhalt, TH - Thüringen; Beobachter: LB - L. Buttstedt, HB - H. Buttstedt, WS - W. Schulze, WZ - W. Zimmermann)

Nr.

Fundpunkte

MTB-Q

Abundanz

Datum

Beobachter

ST 1

Wallhausen, Graben 1 u. "Ersatzgraben"

4533-1

s s

22.06.95 30.05.98

LB LB WS WZ

ST 2

Wallhausen, Graben 6

4533-1

s

22.06.95

LB

ST 3

Wallhausen, Graben 16

4533-1

ss

06.-19.06.95

LB

ST 4

Riethnordhausen, Graben 23

4533-3

ss

30.05.98

LB WS WZ

ST 5

Riethnordhausen, Kleine Helme, östl. Feldmühle

4533-4

ss

30.05.98

LB WS WZ

TH 1

Voigtstedt, Flutgraben, Brücke östl. Dorf

4633-2

ss

20.06.98

LB HB

TH 2

Voigtstedt, Nikolausrieth, Graben zwischen V. u. N.

4634-1

ss

20.06.98

LB HB

TH 3

Mönchpfiffel - Nikolausrieth, Graben am nw Dorfrand von N.

4634-1

ss ss

21.06.98 03.07.98

LB LB WZ

TH 4

Voigtstedt - Artern Helmegraben 3 Fundpunkte

4633-2

s

03.07.98

LB WZ

TH 5

Kalbsrieth, Flutgraben vor Mündung in Helme

4634-1

ss

03.07.98

LB WZ

Tab. 2: Artenspektrum und Abundanzwerte an 10 Fundpunkten von Coenagrion ornatum

Art

ST 1

ST 2

ST 3

ST 4

ST 5

TH 1

TH 2

TH 3

TH 4

TH 5

 

30.5.98

22.6.1995

6.-19.6. 1995

30.5.1998

30.5.98

20.6.98

20.6.
1998

20.6.98

3.7.98

3.7.98

 

2080 m²

 

 

300 m

100 m

50 m

 

100 m

45 m

140 m

C. splendens

 

h

r

h

sh

3

2

 

27

34

P. nymphula

 

s

s

 

 

 

13

 

1

 

I. elegans

 

r

s

 

 

2

11

2

4

6

C. mercuriale

103

100

23

108

13

43

15

11

27

5

C. ornatum

5

6

5

2

1

1

3

3

7

1

C. puella

 

s

 

 

 

3

12

 

1

 

C. pulchellum

 

s

 

 

 

 

 

 

1

 

Literatur

BELLMANN, H. (1987): Libellen - beobachten - bestimmen. - Neumann - Neudamm. Melsungen.
BURBACH, K., J. FALTIN, M. KÖNIGSDORFER, E. KRACH & M. WINTERHOLLER (1996): Coenagrion ornatum (SELYS) in Bayern (Zygoptera: Coenagrionidae). - Libellula 15 (3/4): 131-168.
CLAUSEN, W. (1991): Die Kleinlibelle Vogel-Azurjungfer Coenagrion ornatum Selys, 1850 im nördlichen Ostwestfalen (Odonata: Coenagrionidae). - Natur und Heimat 51(1), 27-28.
CLAUSEN, W. (1995): Coenagrion ornatum und Coenagrion mercuriale im nördlichen Ostwestfalen. - Vortragskurzfassung 14. GdO-Tagung 24.-26.03.1995, Alexisbad/Harz (Sachsen-Anhalt).
FUNKEL, Ch. (1998): Die Lage der Karstlandschaft Südharz. - Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt. - 35 (Sonderheft): 3-4.
HIEKEL, W. (ed.) (1994): Wissenschaftliche Beiträge zum Landschaftsprogramm Thüringens. Anlage 2, Kurzcharakteristik der Naturräume Thüringens. - Schriftenreihe der Thüringer Landesanstalt für Umwelt, Jena: Nr. N2/94: 105 S. +Anlagen.
MÜLLER, J. (1994): Die Libellenfauna (Odonata) und deren Gefährdungsstatus im Land Sachsen-Anhalt ("Rote Liste-Korrektur"). - Mitteilungsblatt der EVSA e.V. 2 (2): 39-52.
SCHORR, M. (1990): Grundlagen zu einem Artenhilfsprogramm Libellen der Bundesrepublik Deutschland. - Ursus, Bilthoven: 512 S.
SCHWARZBERG, H. (1965): Faunistische und ökologische Untersuchungen an Libellen in der Börde bei Magdeburg. - Hercynia N.F. 2(3): 291-326.
WESTHUS, W., W. HEINRICH, S. KLOTZ, H. KORSCH, R. MARSTALLER, S. PFÜTZENREUTER & R. SAMIETZ (1993): Die Pflanzengesellschaften Thüringens, Gefährdung und Schutz.. - Naturschutzreport 6 (1): 257 S.

 

Weitere Gomphiden-Nachweise in großen mitteleuropäischen Flüssen
J. Müller & R. Steglich, Magdeburg
(Kurzfassung Vortrag 18. Jahrestagung der GdO in Münster vom 19.-21.03.1999)

Für die sachsen-anhaltische Elbe gab es 1998 Funde von

  • Gomphus vulgatissimus zwischen 17. und 30. Mai bei km 284 - 287 im BioRes Mittlere Elbe (14 Exv., 1 subadult) und am 31. August bei km 205,6 (2 Exv. - leg. R. Hennig) als Neunachweise für die Elbe,
  • Ophiogomphus cecilia zwischen 23. Mai und 26. Juli bei km 283 - 287 im BioRes Mittlere Elbe (7 Exv., 1 subad.) und am 31. August bei km 205,6 (8 Exv. - leg. R. Hennig) sowie
  • Gomphus flavipes zwischen 23. Mai bei Elb-km 286 - 287 und 08. August bei km 258 - 398 im BioRes Mittlere Elbe (157 Exv., 7 subadulte) und bei km 430 - 432 (2 Exv.) sowie am 31. August bei km 205,6 (2 Exv. - leg. R. Hennig) und 05. Sept. bei km 214,5 (1 Exv. - leg. R. Hennig) sowie zuletzt am 10. September bei Breitenhagen (3 fliegende Imagines) als Bestätigung für die aktuellen Vorkommen in der Elbe.

Weitere G. flavipes-Nachweise gelangen 1998 am

  • 12. Juli in der ungarischen Donau-Aue bei Dunaremete (1 adulte fliegend am Waldrand),
  • 14. Juli im ungarischen Uferspülsaum der Donau in der Stadt Komarom (2 Exuvien-Abdomen u. 1 Thorax-Rest),
  • 14. Juli im Uferspülsaum der Maly Dunaj (Kleine Donau) bei Kolarovo / Slovakei (5 Exv.),
  • 14. Juli auf Grasufer der Vah bei Dedina Mládeze / Slovakei (3 Exv.).

Von O. cecilia wurde außerdem 1998 am

  • 18. Juli in der deutschen Donau bei Deggendorf / Niederbayern 1 subadultes Weibchen (mit Exuvie) gefunden.

Die Funde belegen offensichtlich die weitere Verbreitung der 3 genannten Flußjungfer-Arten in großen mitteleuropäischen Flüssen als bisher bekannt und sollten zu weiterer Nachsuche anregen.

 

Neues von der Elbe bzw. aus dem Elbtal 1998
J. Müller, R. Steglich

1. UNESCO-Biosphärenreservat Flußlandschaft Elbe anerkannt
Am 22. April 1998 erhielten Ministerin Heidecke für Sachsen-Anhalt und Vertreter der Anliegerländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Brambach/Elbe bei Zerbst die Urkunde der UNESCO für das anerkannte Biosphärenreservat Flußlandschaft Elbe. Das BioRes umfaßt eine Fläche von 375 000 ha und gilt als Erweiterung des 43 000 ha großen Bio Res Mittlere Elbe. - Damit derhielt erstmals in Europa ein naturnaher Fluß mit seiner historisch gewachsenen Kulturlandschaft in einer solchen Größenordnung diese Anerkennung (s. dazu: Müller, J. 1997: Flußlandschaft Elbe - das geplante Biosphärenreservat. In: Auenreport, Beitr. aus dem Naturpark Brandenburgische Elbtalaue 3/3: 19 -26. - Die Redaktion, 1997: Biosphärenreservat "Flußlandschaft Elbe" von der UNESCO anerkannt. In: Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt 34(2): 56-57.).

2. Aeshna affinis - Reproduktionsgewässer fast ausgetrocknet
Nachdem wir zuletzt am 26.07.98 in unseren ausgetrockneten "Monitoring-Gewässern" östlich Breitenhagen die Art vergeblich gesucht hatten, gelang noch am Saison-Ende ein Nachweis:

  • 20.09.98 Altwasser bei Elb-km 355,8 nördlich Magdeburg 1,1 Ex. und Eiablage.

So kann festgehalten werden, daß einige der temporären Reproduktionsgewässer in der Elbaue in trockenen Jahren, auch bei relativ guter Wasserführung der Elbe (Juli - Sept. 1998), trocken fallen und dann dort kein Schlupf erfolgen kann. Es bleibt abzuwarten, ob die Larven überliegen und im nächsten Jahr schlüpfen (?).

3. Weitere Gomphiden-Funde in der Elbe
Weitere Gomphiden-Funde (Gomphus vulgatissimus, G. flavipes, Ophiogomphus cecilia) liegen von der Mittleren Elbe vor. Darüber wird auf der 18. GdO-Tagung am 21.März 1999 in Münster berichtet (s. oben).

    LITERATUR

    Hier werden Arbeiten zur Odonatenfauna Sachsen-Anhalts und angrenzender Gebiete fortlaufend und möglichst aktuell aufgelistet und fortlaufend numeriert:
    zu 3.+43.: Die Arbeit von Unruh in ENB 36: 140 wurde versehentlich zweimal erwähnt.

    51. Huth, J., H.-M. Oelerich & M. Reuter (1998): Zur faunistischen Charakterisierung der Biotoptypen in der Braunkohlenfolgelandschaft Sachsen-Anhalts. - In: Konzepte für die Vernetzung wertvoller Biotope in der Bergbaufolgelandschaft. Workshop zum Forschungsverbund Braunkohlen-tagebaulandschaften Mitteldeutschlands (FBM) am 17.04.1997. - Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Sonderheft 1: 32-41.
    52. Ott, J. & W. Piper (1998): Rote Liste der Libellen (Odonata). (Bearbeitungsstand: 1997). - In: Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands. - Schriftenr. Landschaftspfl. Natursch. Heft 55: 260-263.
    53. Binot, M., R. Bless, P. Boye, H. Gruttke & P. Pretscher (1998): Grundlagen und Bilanzen zur Roten Liste gefährdeter Tiere Deutschlands. - In. Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands. - Schriftenr. Landschaftspfl . Natursch. Heft 55: 9-32.
    54. Haupt, H. (1998): Zusammenstellung der aktuellen Roten Listen der Tiere für die Bundesländer. - In: Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands. - Schriftenr. Landschaftspfl. Natursch. Heft 55: 301-338.
    55. Müller, J. (1998): Neuigkeiten zum Vorkommen von Gomphus (Stylurus) flavipes und Ophiogomphus cecilia in Elbe und Weser. - Tagungsband 17. Jahrestagung GdO Bremen, 20.-22.03.1998, Heft 5 der Bremer Libellengruppe: 10-11.
    56. Müller, J. (1997/1998): Die Libellen-Fauna (Insecta: Odonata) der Naturschutzgebiete Mahlpfuhler Fenn, Jävenitzer Moor und Benitz des Tanger-Gebietes und der Altmark-Heiden in Sachsen-Anhalt. - Abhandlungen und Berichte für Naturkunde, Magdeburg 20: 3-18.
    57. Lotzing, K. (1998): Ergebnisse von Bestandserfassungen zur Libellen-Fauna (Odonata) in ausgewählten Biotopen am Südrand der Magdeburger Börde. - Abhandlungen und Berichte für Naturkunde, Magdeburg 20: 19-35.
    58. Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (1998): Pflege- und Entwicklungspläne zu Schutzgebieten in Sachsen-Anhalt. - Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt 35 (2): 38-58. - Enthält die Regelungen zur Erstellung von PEP in Sachsen-Anhalt und eine Übersicht über die im LAU vorhandenen PEP mit Angaben zu den bearbeiteten Schutzgebieten und Organismengruppen, um Spezialisten Gelegenheit zur Einsichtnahme (in der Bibliothek des LAU) und Überprüfung der Funde zu geben. Eine Überprüfung scheint gelegentlich notwendig ... (s. o. Editorial).
    59: Kuhn, K. & K. Burbach (1998): Libellen in Bayern. Verlag Eugen Ulmer. - Überregional bedeutende, beispielgebende Landesfauna!
    60. Petermeier, A., F. Schöll & T. Tittizer (1996): Die ökologische und biologische Entwicklung der deutschen Elbe. Ein Literaturbericht. - Lauterbornia H. 24: 1-95.
    61. Schöll, F. & I. Balzer (1998): Das Makrozoobenthos der deutschen Elbe 1992-1997. - Lauterbornia H. 32: 113-129.
    62. Wilkens, H. (1999): Die Aland-Niederung (Sachsen-Anhalt): Planungen im alten Stil statt Hochwasserschutz im Gesamtkonzept. - Natur und Landschaft 74(2): 52-57.
    63. Dreyer, U. (1996): Potentiale und Strategien der Wiederbesiedlung am Beispiel des Makrozoobenthons in der mittleren Elbe. - UFZ-Bericht Nr. 3: 1-101, Anh. I-IV. - (Dissertation 1995: berücksichtigt in “Besiedlung der Buhnenfelder” nicht die seit 1992 bekannte Besiedlung mit Gomphiden-Larven und stellt aus diesem Grunde eine Abnahme der Besiedlung dieser Bereiche falsch bzw. unzureichend dar.)
    64. Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.) (1998): Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands. - Schriftenr. Landschaftspfl. Naturschutz Heft 55.
    65. Dörfler, G. & G. Hartmann (1997): Zur Kenntnis der Libellenfauna des Harzes und seines näheren nördlichen Vorlandes: Fundortliste, Korrekturen und Ergänzungen. - Mitt. naturwiss. Verein Goslar 5: 151-154.
    66. Bönsel, A. (1998): Verbreitung und Bestandsabschätzung der Hochmoor-Mosaikjungfer - Aeshna subarctica-(Walker 1908) in Mecklenburg-Vorpommern. - Naturschutzarbeit in Mecklenburg 41 (1/2): 32-38.
    67. Weber, D. (1996): Nachweis von Aeshna affinis (Vander Linden, 1820) im Leipziger Raum (Odonata, Anisoptera). - Veröff. Naturkundemus. Leipzig H. 14: 137-140.
    68. Sonnenberg, H. & C. Dense (1998): Die Gebänderte Heidelibelle Sympetrum pedemontanum (Allioni, 1766) in Nordwest-Deutschland - Stand der Ausbreitung und Beschreibung neuer Fortpflanzungsgewässer (Odonata, Libellulidae). - Mitt. AG ostwest.-lipp. Entomol. 14 (3): 63-80.
    69. Zimmermann, W. (1997): Die Arktische Smaragdlibelle (Somatochlora arctica) erstmalig in Thüringen nachgewiesen. - Landschaftspfl. Naturschutz Thüringen 34: 24-25.
    70. Heise, S. & M. Schrack (1997): Nachweis der Artischen Smaragdlibelle (Somatochlora arctica) in der Radeburger Heide nördlich Dresden. - Artenschutzreport H. 7: 37-39.
    71. Schmidt, E. (1998): Die ökologische Nische von Sympetrum flaveolum (L, 1758) und die Problematik von Artenschutz und Einstufung in Rote Listen bei Odonaten mit temporärer Habitat-Besiedlung (Odonata: Libellulidae). - Entomol Gener 23 (1/2): 129-138.
    72. Ott, J. (1996): Zeigt die Ausbreitung der Feuerlibelle in Deutschland eine Klimaveränderung an? Mediterrane Libellen als Indikatoren für Änderungen in Biozönosen. - Naturschutz u. Landschaftsplanung 28 (2): 53-61.
    73. Ott, J. (1996): Erster Bodenständigkeitsnachweis der Südlichen Mosaikjungfer - Aeshna affinis Vander Linden, 1823 - (Insecta: Odonata) für Rheinland-Pfalz. - Fauna Flora Rheinland-Pfalz 8: 863-871.
    74. Donath, H. (1997): Erstnachweis der Südlichen Mosaikjungfer (Aeshna affinis Vander Linden, 1823) in der nordwestlichen Niederlausitz. - Biol. Stud. Luckau 26: 73-74.
    75. Reinhardt, K. & St. Möller (1995): Nachweis der Südlichen Mosaikjungfer, Aeshna affinis (Vander Linden, 1820) in Thüringen. - Veröff. Mus. Naturkd Stadt Gera, Naturwiss. Reihe  H. 21/22: 176-170.
    76. Drees, C. T. O. Eggers, I. Jökel, B. Kühne & C. Zeiss (1996): Entwicklungsnachweis von Aeshna affinis Vander Linden nach einem strengen Winter in Norddeutschland (Anisoptera: Aeshnidae). - Libellula 15 (3/4): 203-206.
    77. Lehmann, R. (1996): Nachweis der Südlichen Mosaikjungfer (Aeshna affinis) in Berlin (Anisoptera: Aeshnidae). - Libellula 15 (3/4): 211.
    78. Cerff, D. (1998): Die Pokal-Azurjungfer (Cercion lindenii) - eine neue Libellenart in Thüringen. - Landschaftspfl. Naturschutz Thüringen 35 (3): 92-93.
    79. Brockhaus, T. (1998): Libellenbeobachtungen in der Dahlener Heide (Insecta: Odonata). -  Mitt. Sächs. Entomol. Nr. 42: 17. - (u.a. einleitend: Suche nach G. flavipes-Exuvien an nördl. Landesgrenze zu Sachsen -Anhalt bei Dommitzsch, Belgern, an der Elbe 26.7.98 ohne Erfolg).
    80. Zinke, J. (1996): Gestreifte Quelljungfer Cordulegaster bidentatus SELYS, 1843 und Zweigestreifte Quelljungfer C. boltoni DONOVAN, 1807 (Odonata) im Elbsandsteingebirge. - Entomol. Nachr. Ber. 40 (2): 125-126.
    81. Kretzschmar, W. & F. Pimpl (1998): Projekt Entomofauna Saxonica II. Libellen (Odonata) - Vorläufige Verbreitungskarten des gemeldeten Erfassungsstandes von 1996 für die Zeit 1990 bis 1996. - Mitt. Sächs. Entomologen Nr. 40: 2-31. 32. - (Fauna Sachsen: Odonata 55 spec., Fundpunktkarten in MTB mit 2106 Fundortangaben).
     

    Folgende Fachzeitschriften sind zuletzt erschienen:

    Hagenia (Mitteilungsblatt des deutschen Büros der Societas Internationalis Odonatologica und der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen e.V.):
     Nr. 14, pp. 1-28. - Nr. 15, pp. 1-20. - Nr. 16, pp. 1-20. Das war das letzte Heft, dafür jetzt neu:
    LIBELLENNACHRICHTEN (Mitteilungsblatt der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen e.V. - GdO ): - Nr. 1, S. 1-12 (15.Febr.1999).
    Libellula (Zeitschrift der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (GdO) e.V.):
     Bd. 17 (1998): Hefte1/2 und 3/4.
    Odonatologica (Journal of the Societas Internationalis Odonatologica S.I.O.):
     Vol. 27 (1998): No. 1 (pp. 1-148), No. 2, No. 3, No. 4 (pp. 415-512); Vol. 28 (1999): No. 1 (pp. 1-116); jeweils mit umfangreichen Odonatological Abstracts.
    Notulae Odonatologicae (semiannual bulletin S.I.O): Vol. 5 (1998): No. 1, pp. 1-12, No. 2, pp. 13-24.

    TAGUNGEN

    18. Jahrestagung der GdO, 19.-21. März 1999 in Münster (s. auch Libellennachrichten Nr. 1, 15. Febr. 1999) ...

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    -  Titelabb. aus TÜMPEL, R. (1908): Die Geradflügler Mitteleuropas. Tafel IX. - Gotha. -
    Redaktionsschluß: Februar 1999
    Redaktion-Tel.: priv.: 0391 / 63 13 874  oder  dienstl.: 0391 / 567 1688 oder -1686, -1687
     de

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