Abstracts zur Ornithologie:

  • Die Aufnahme zeigt das erste nachgewiesene
    Beutelmeoisen-Brutpaar bei Unseburg am 13.6.1967.
     
    - Aufn. J. Müller.

 


 

  • Müller, J. (1968): Beutelmeisennestfunde
    bei Unseburg (Magdeburger Börde). -
    Naturkdl. Jber. Mus. Heineanum,
    Halberstadt III: 119-122.

Kurzfassung:
Mitteilung und Diskussion über den ersten Fund von drei Beutelmeisennestern in der Westerwiese Unseburg am 1. Juni 1967. Maßangaben über 12 unbefruchtete Eier.

s. auch:

  • Müller, J. (1969): Gedanken zum Vorkommen der Beutelmeise, Remiz pendulinus (L.), im mitteleuropäischen Raum. - Natursch. u. naturkdl. Heimatforsch. Bez. Halle u. Magdeburg 6(1/2): 42-46.


  • Müller, J. (1969): Beobachtungen zum Durchzug des Rotfußfalken in Mitteleuropa. - Apus 1(6): 282-285.

Kurzfassung:
Darstellung und Diskussion über alle bisher im Gebiet des Ornithologischen AK "Mittelelbe-Börde" festgestellten Rötelfalken-Beobachtungen zwischen dem 14.7.1965 und dem 11.9.68. Weitere Angaben zu feldornithologischen Kennzeichen und zum Verhalten bei der Jagd (Nahrungsschmarotzen beim Turmfalken, Jagd im "Flatterflug", Rütteln).


  • Müller, J., W. Hertel & Reinhardt, R. (1969): Erneutes Auftreten eines angriffslustigen Auerhahnes (Tetrao urogallus major Brehm). - Beitr. Vogelkd., Leipzig 14(6):447-452.
  • Das Foto zeigt Mü als Student 1964 als er
    noch mit den Tieren sprach ...

Kurzfassung:
Es wird über einen "tollen" Auerhahn in Thüringen
berichtet, der 1964 bis 1965 als angriffslustiger
Hahn in der Balz erlebt wurde (Fotos).
Er wurde auch im Febr. 1965 im tiefen
Schnee balzend angetroffen.
 


  • Müller, J. (1969): Über den Einfluß anthropogener Landschaftsveränderung auf Stare und Schwalben an einem Massenschlafplatz nach langjährigem Bestehen. - Naturkdl. Jber. Mus. Heineanum, Halberstadt IV: 55-60.

Kurzfassung:
Es wird über einen Massenschlafplatz der Stare (bis zu 20.000 Exemplare) und Schwalben (insbesondere H. rustica - bis zu 10.000 Ex.) im Schilf des Kippteiches bei Löderburg berichtet und auf die vermutlichen Ursachen eingegangen, die in den Jahren 1967/68 zur Aufgabe dieses Platzes geführt haben.


  • Müller, J. (1970): Das Vorkommen der Beutelmeise (Remiz pendulinus [L.]) im Gebiet der Magdeburger Börde, der unteren Saale und der Mittelelbe bis zum Jahre 1967. - Beitr. Vogelkd. 15(6):381-390.

Zusammenfassung
Die bisherigen Beutelmeisenbeobachtungen aus dem Gebiet des Ornithologischen Arbeitskreises "Mittelelbe-Börde" werden zusammengestellt. Danach liegen von 35 Nestfunden 32 nach 1950 (max. 12 im Jahre 1959 - warmer Sommer!), und zwar aus folgenden Gebieten vor: Gnadauer Teiche, Ziegelei und Alte Elbe bei Plötzky, Fischteich bei Hohenerxleben, Zoogelände Magdeburg, Mariensee bei Preußlitz und Westerwiese bei Unseburg. Die Nester befanden sich 20mal in Weide, 7mal in Birke und je 1mal in Esche und Pappel und davon nur 11mal über Wasser. Bruterfolg wurde 4mal nachgewiesen (21 Eier verlassen). Beobachtungen von Durchzüglern liegen vor von Gnadau, vom Südlichen Zuwachs bei Magdeburg, von Calbe und hauptsächlich von den Teichgebieten im Kreis Bernburg (Gerlebogk, Wiendorf, Plömnitz).
Die Problematik der Beutelmeisenausbreitung wird kurz diskutiert.


  • Müller, J. (1971): "Fakultative Kältelethargie" - eine Dormanzform bei Vögeln. - Biol. Rdsch. 9(6): 402-405.

Kurzfassung:
Tiere haben nach H.J. Müller außerhalb der Tropen im wesentlichen 2 alternative Möglichkeiten, pessimale Umweltbedingungen zu überstehen, die als Formen einer Emanzipation von Witterungsunbilden angesehen werden:
1. Konsekutive Emanzipation: Die Anpassung tritt als Folge einer Verschlechterung der Lebensbedingungen ein.
2. Prospektive Emanzipation: Die Anpassungsreaktion tritt vor einer herannahenden Verschlechterung der Lebensbedingungen ein.

Dabei wurde sichtbar, daß es in diesen beiden Stufen mehrere Möglichkeiten zur nachfolgenden (konsekutiven) oder vorausschauenden (prospektiven) Reaktion auf Umwelteinflüsse gibt. Diese werden kurz erläutert als (zu 1.) Dormanz (bei Insekten) und Rezession (bei Vögeln), Quieszenz u. Evasion, Oligopause u. Emigration sowie (zu 2.) als Dormanz u. Rezession, Parapause u. Paramigration, Eudiapause u. Emigration.

Die seit längerem bekannte Erscheinung der "fakultativen Kältelethargie" (Torpidität, Kältestarre, hypothermische Lathargie, Hungerschlaf) ist als Quieszenz zu deuten. Sie wurde bisher bekannt von (Schwalben): Hirundo rustica, Delichon urbica, Riparia riparia, (Seglern): Apus apus, A. melba, Aeronautis saxatilis, Nephoecetes niger, (Ziegenmelkern): Podargus strigoides, Phalaenoptilus nuttalli, Chordeiles acutipennis, Caprimulgus europaeus.
Es werden die mitteleuropäischen Verhältnisse kurz diskutiert.


  • Müller, J. (1971): Zum Vorkommen und zur Ökologie der Großtrappe in der Magdeburger Börde. Ein Beitrag zum Schutze der vom Aussterben bedrohten Tiere. - Archiv Natursch. Landschaftsforsch. 11(1/2): 53-69.

Belegaufnahme von den letzten 7 Großtrappen-Hähnen westlich Kroppenstedt, aus großer Entfernung (300er Teleobjektiv), auf der Erde liegend, dennoch schon erkannt ...
5. Mai 1968 - Aufn. J. Müller

(Zusammenfassung auch in Russisch)

Summary
After a historical review of the bustards habitat (Otis tarda L.) in the Magdeburger Börde - bibliography consulted - is the present situation described.
At the western frontier of the area a population of the great bustard holds a polaric balance of about 60 specimens by a sexility of 1:3 for 10 years.
The population of the Magdeburger Börde has reached by this a threatenuíng low level.
The population-diminishing factors are discussed and arrangements for an effective protection of great bustard in the Magdeburger Börde - an old habitat - are shown.

Zusammenfassung
Nach einem geschichtlichen Überblick der Trappenvorkommen in der Magdeburger Börde wird die derzeitige Situation beschrieben.
An der Westgrenze des Areals hält sich seit etwa 10 Jahren eine Großtrappen-Population in einem polaren Gleichgewicht von retwa 60 Exemplaren, bei einer Sexilität von 1:3. Die Bördepopulation hat damit einen bedrohlichen Tiefstand erreicht.
Es werden die bestandsmindernden Faktoren diskutiert und Maßnahmen sowie Ansatzpunkte für einen wirksamen Schutz der Großtrappe in der Magdeburger Börde - einem alten Einstandsgebiet - aufgezeigt.


  • Müller, J., K.-J. Seelig, & Ciupa, W. (1975): Beringungsaktion Uferschwalbe 1974. - Naturkdl. Jber. Mus. Heineanum, Halberstadt X: 47-54.

Zusammenfassung
Es werden die Resultate von 427 Beringungen und 152 Wiederfunden aus dem Jahre 1974 dargestellt und an Beispielen Brutplatz- bzw. Geburtsortstreue und WEchsel zwischen den Kolonien (Nach Jahren oder innerhalb eines Jahres zwischen den beiden Bruten) besprochen. Hervorgehoben werden der zweite eigene Nachweis eines Koloniewechsels zwischen den beiden Bruten über 31 km und der Fernfund eines Jungvogels aus Südfrankreich nach 29 Tagen (ca. 1150 km). Anhand der wechelnden und zwischen den Individuen einer Kolonie zeitlich unterschiedlichen Brutfleckausbildung wird nachgewiesen, daß dieses Merkmal nur befristet als Geschlechtskennzeichen für Weibchen gelten kann.
 


zurück nach oben