Abstracts zu Entomologie- u. Ornithologie-Geschichte, Bibliographisches:

Zunächst noch eine naturwissenschaftlich, historisch interessante Kuriosität
aus Magdeburg

OTTO von GUERICKEs QUEDLINBURGER EINHORN
Knochen-Funde: 1663, Skelett-Zeichnung: 1672

OTTO von GUERICKE (1602-1686), berühmter Naturforscher, Ratsherr und Bürgermeister der Stadt Magdeburg, irrte, als er 1672 die bekannte erste Rekonstruktion eines ausgestorbenen Wirbeltieres auf der Grundlage einzelner überlieferter eiszeitlicher Knochen zeichnete, die man anno 1663 auf dem Seweckenberg bei Quedlinburg gefunden hatte. Seine Einhorn-Deutung entsprach Wissensstand und Sagenwelt der Zeit: zweifelsfrei sind heute der Schädel als Wollhaarnashorn Coelodonta antiquitatis (Blumenbach, 1799) und die Extremitäten als Mammut Mammuthus primigenius (Blumenbach, 1799) zu bestimmen.

Das Quedlinburger Einhorn dient heute als Umschlagvignette der ABHANDLUNGEN UND BERICHTE FÜR NATURKUNDE
des Museum für Naturkunde Magdeburg.

Links nebenstehend die Erläuterung aus den Museumsheften (Titelinnenseite).

 

Nun zu den abstracts meiner Publikationen zur Geschichte
der naturwissenschaftlichen Forschungen bzw. Einrichtungen
im Magdeburger Raum
 

  • Müller, J. (1993): Beitrag zur Geschichte und Bibliographie der entomofaunistischen Forschung im Raum Magdeburg in den Jahren zwischen 1971 und 1993. - Abh. Ber. Naturkd. 16: 79-96.

Kurzfassung:
Dargestellt wird einleitend die Geschichte der entomologischen Forschung in Magdeburg bis zum 2. Weltkrieg und danach die Bedeutung und Aufgaben der Fachgruppen im Kulturbund der DDR im Einzelnen erörtert. Dargestellt werden der Bezirksfachausschuß Entomologie Magdeburg und die Fachgruppen Faunistik und Ökologie in Staßfurt,  Entomologie in Magdeburg, Entomofaunistik Altmark in Stendal, Entomologie Nordharz und Vorland in Athenstedt, Entomologie Untere Havel in HAvelberg, Entomologie in Tangerhütte und Entomologie/Ichthyofaunistik in Zerbst.
Abschließend wird für die Zeit nach der letzten (13.) Magdeburger BFA-Sitzung eine Ausblick auf die sich anbahnende neue Konstellation in einer "Entomologen-Vereinigung e.V." (EVSA) gegeben.
Eine ausführliche Bibliographie der entomologischen Publikationen dieser Fachgruppen beschließt die Abhandlung.

Auf der Grundlage dieser o.g. Arbeit erfolgte eine detailliertere Aufarbeitung in folgenden Artikeln des "Studienarchiv Umweltgeschichte" des Institut für Umweltgeschichte und Regionalentwicklung e.V. (IUGR):

  • Müller, J. (1998): Die Arbeit des Bezirksfachausschusses Entomologie Magdeburg in den Jahren 1982 bis 1990. - In: IUGR (Hrsg.): Naturschutz in den neuen Bundesländern - Ein Rückblick. Umweltgeschichte und Umweltzukunft 6; Forum Wissenschaft: Studien Bd. 45: 199-211.
  • > jetzt neu als    PDF-Datei .

und

  • Müller, J. (1998): 25 Jahre (1971 - 1996) Fachgruppe "Faunistik und Ökologie" Staßfurt. - In: IUGR (Hrsg.): Naturschutz in den neuen Bundesländern - Ein Rückblick. Umweltgeschichte und Umweltzukunft 6; Forum Wissenschaft: Studien Bd. 45: 269-280.
  • >  jetzt neu als   PDF-Datei .
     
    • FG-Akteure im Drömling
      bei der Feldarbeit, 1994.
       - Aufn.: J. Müller

 

 


  • Müller, J. (1993): Zur Geschichte des Vogelschutzes in Sachsen-Anhalt unter besonderer Berücksichtigung der Vogelschutzeinrichtung Steckby. - Natur und Landschaft 68(4): 186-188.

Staatl. Vogelschutzwarte
Steckby bei Zerbst.
Jetzt im Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt

Kurzfassung:

Aus Anlaß des 60jährigen Bestehens der Steckbyer Vogelschutzeinrichtung wird die Vogelschutzgeschichte besonders für die Zeit von 1932 bis 1992 in wichtigen Etappen aus der Sicht des Vogel- und Naturschutzes für Sachsen-Anhalt und die Rolle der Steckbyer Vogelschutzwarte gewürdigt, unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses der Köthener Ornithologen-Familie Naumann (Vater Johann Andreas 1744-1826 und der Söhne Johann Friedrich 1780-1857 und Carl Andreas 1786-1854) mit der 12bändigen "Naturgeschichte der Vögel Deutschlands".

Es werden die Entstehung der Vogelschutzwarte und die in dieser Institution entwickelten Aktivitäten dargestellt und dabei auf die praxisrelevanten Forschungen besonders eingegangen (Forstschutz, Biber- u. Großtrappenforschung, Steckby-Lödderitzer Forst). Abschließend wird auf einen Neubeginn als Staatliche Vogelschutzwarte des Landes Sachsen-Anhalt (seit 1.4.1991) hingewiesen.

 

(Abdruck einer Festrede des Autors aus Anlaß des 60jährigen Bestehens der Vogelschutzwarte am 7. Mai 1992 in Steckby)


 

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